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Mahnwache am Gedenkstein in Wyhl

Gedenken an den Widerstand gegen das geplante AKW

Während des Parteitages der ÖDP Baden-Württemberg in Emmendingen stand ein Besuch am Gedenkstein in Wyhl an, verbunden mit einer Mahnwache zum Gedenken an den 30. Jahrestag von Tschernobyl.

Während der Mahnwache, zu der die Mitglieder der ÖDP, Interessierte und die Bevölkerung eingeladen waren, berichtete der Delegierte aus dem Kreisverband Emmendingen Michael Kefer, dass dieser Widerstand gegen das Kernkraftwerk in Wyhl sicher der bedeutendste Schritt für die gesamte Region gewesen ist. Kefer ließ den kürzlich verstorben Widerstandskämpfer Walter Vögtle zu Wort kommen, indem er von ihm Textpassagen aus dem Jahrbuch des Landkreises Emmendingen vorlas.  Darüber hinaus sprach Bernd Nössler aus Wyhl vom Widerstand, bei dem er und alle Freunde, die mitmachten, bis zum Äußersten zu gehen bereit waren. „Im Widerstand gegen das Kernkraftwerk gab es ein Miteinander, ein Wir-Gefühl. Nur der Mensch hat gezählt. Es war ein riesiges Sammelbecken von verschiedenen Menschen. Aus einer kleinen Pflanze wurde eine große Pflanze des Widerstands,“ so Nössler in seinem Aussagen. Richard Schweizer, Jahrgang 1944 aus Emmendingen und ÖDP-Delegierter berichtete ebenso als Zeitzeuge: „Bevor ich zur Arbeit ging, brachte ich in den Leuten, die mehrmals in der Woche den Platz besetzt hielten, eine Kanne frisches Wasser vorbei. Das war für mich ein Beitrag, um die Menschen zu unterstützen.“ In einem indianischen Gebet erinnerte Bernd Nössler an all die Menschen, die bei den großen Reaktorunfällen von Tschernobyl und Fukushima ihr Leben lassen mussten.

Bernd Richter dankte Bernd Nössler für seine bewegenden Worte und fügte an: „Nai hämmer gsait, so lautet der bekannte Satz des Widerstands von damals. Heute brauchen wir den gleichen Geist gegen TTIP, CETA und die anderen Freihandelsabkommen. Das Wir-Gefühl geht weiter.“ (Foto: ÖDP)


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